Filmnachmittag

die WIRKSAMKEIT INNERER BILDER BEIM REDEN

Die Fähigkeit zur Imagination ist durch die mediale Bilderflut und den unreflektierten Umgang mit Computern bedroht. Vorstellungen und Bilder aus zweiter und dritter Hand lassen die gestaltende und schöpferische Komponente aus dem Blickfeld geraten und die Dominanz des Auges führt zu einem Verlust der Einbeziehung aller Sinne.

Im Vergleich mit dem Bilderaufgebot der modernen Medien kann das Theater heute als „Enklave“ der Imagination betrachtet werden. Bei dem Stimm- und Sprechtraining von K. Linklater werden gezielt „Tricks“ aus dem Bereich der Imagination genutzt, um bewusst und zielgerichtet innere Bilder entstehen zu lassen. Dieser Einsatz von Imaginationen führt zu einer idealen Körperspannung und gibt damit der Stimme eine „organische Schubkraft“ und Präsenz.

In vielen Lebensbereichen wird das bewusste Steuern der Vorstellungskraft praktiziert. Auch Rederinnen und Redner erzielen bei Vorträgen eine gute Wirkung durch eine bildhafte Sprache. Eine weitere Intensivierung der persuasiven Möglichkeiten kann sich einstellen, wenn Versprachlichung ein integrales schöpferisches Handeln ist, das den Körper nicht ausschließt, sondern mit einbezieht.

Einfache grundlegende Basisübungen, verbunden mit aktuellen Forschungen aus der Neurobiologie ermöglichen einen neuen Blick auf die Relevanz von Imaginationen.

Ab Januar 19 wird ein diesbezüglicher Artikel bei der Online Zeitschrift „RhetOn“ erscheinen.

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