Körpertherapie

Was ist SKAN?

SKAN ist ein Begriff aus der Sprache der nordamerikanischen Prärieindianer (Lakota) und bedeutet wörtlich „das, was sich bewegt“. Das gleiche Phänomen wurde im alten China mit Chi, in Japan mit Ki und im Hinduismus als Prana bezeichnet.

SKAN ist ein tiefenpsychologisch fundiertes, körperorientiertes und atemtherapeutisches Verfahren, das auf Wilhelm Reich zurückgeht.

Whilhelm Reich

Wilhelm Reich (geboren 1897, gestorben 1957) wählte für die Lebenskraft oder Lebensenergie den Ausdruck Orgon. Die Frage „was ist Leben“ stand hinter allem, womit Reich sich beschäftigte. Er sah in der physischen Spannung und Entspannung die Grundlage für das Verständnis aller Lebensprozesse. Angst bewirkt vereinfacht ausgedrückt eine Kontraktion der Muskulatur, wahrgenommen als Verspannung. Lust bewirkt hingegen Expansion, d. h. Weitung, wahrgenommen als Entspannung. Er beschreibt, die in Spannung geratenen Muskelgruppen als Muskelpanzer und unterteilt diese in 7 Segmente :

  • das okuläre (Augen)
  • orale (Mund)
  • zervikale (Nacken)
  • thorakale (Brust/Oberkörper)
  • diaphragmatische (Zwerchfell)
  • abdominale (Bauchund
  • pelvikale (Becken) Segment

Ziel der Arbeit

Ziel der Arbeit ist das Lösen dieser Muskelverhärtungen.

SEXUALITÄT

Als angesehener Psychoanalytiker war Wilhelm Reich zunächst Freuds Lieblingsschüler. Allerdings erregten seine Ansichten zu Sexualität und Politik Anstoß. Reich gelangte durch klinische Beobachtungen zu der Auffassung, dass jede psychische Störung mit einer Störung der sexuellen Erlebnisfähigkeit einhergeht. Die Psychoanalyse jedoch war dabei, sich gesellschaftlich zu etablieren, und deswegen sehr um soziales Ansehen bemüht. Das Thema Sexualität durfte deswegen nicht im Mittelpunkt stehen. Ein erfülltes Sexualleben sah Reich als ein Kriterium psychischer Gesundheit und formulierte dies als Therapieziel: die orgastische Potenz.

 

Das Begreifen dieser Zusammenhänge führte dazu, dass Reich sich auch sozial und politisch engagierte. Er gründet

Zum Beispiel eine sozialistische Gesellschaft für Sexualberatung und Sexualforschung. Es gab kostenlose Beratung in Fragen der Kindererziehung, der Sexualerziehung und der Geburtenkontrolle.

In letzter Konsequenz führte ihn dies in seinen späten Jahren zur Säuglingsforschung. Die Geburt war für einen Säugling zur damaligen Zeit ein harter und rüder, um nicht zu sagen grausamer Übergang vom geschützten Mutterleib in die Welt  und ist dies leider manchmal immer noch. Dieser Schock manifestiert sich auf zellulärer Ebene als auch im Bereich der Atmung. Seine Tochter Eva Reich hat eine sanfte Massagetechnik für Babys entwickelt.

Endlich begann man einen Säugling mehr und mehr als „fühlendes Wesen“ zu sehen. Dies war zur damaligen Zeit nicht selbstverständlich.

Reich war der erste, der nicht nur hörte, was der Klient erzählte, sondern auch begann, den Körper zu „lesen“. So verhalf er dem Klienten durch vertieftes Atmen dazu, die im Körper gebundene Lebensenergie zu befreien. In der vegetotherapeutischen Technik können unterdrückte Impulse, Gefühle wie z. B. Wut und Trauer in ihrer ursprünglichen Intensität zum Ausdruck gebracht werden. Dies kann z. B. als ein Gefühl des „Klarwerdens“ im Kopf erlebt werden. Es stellt sich wieder eine Einheit her zwischen Kopf und Rumpf.

Zu Recht nennt man ihn den Vater aller körperorientierten Therapieverfahren. Seine Schüler waren unter vielen anderen Fritz Perls und Alexander Lowen.

Die Arbeitsweise dieser Arbeit hat sich im Laufe der Jahre verfeinert und weiterentwickelt. Die junge Generation von heute hat es weniger mit Muskelverhärtungen zu tun, als mit dem Problem permanenter Manipulation, die vom Wesentlichen im Leben weg führt.

Therapieziele

  • Durchlässigkeit des Körpers mit der Fähigkeit sich dadurch immer wieder tief zu entspannen
  • Größere Wahrnehmungs- und Empfindungsfähigkeit
  • Zufriedenheit mit dem eigenen Leben und dem eigenen Körper
  • Empfindung von Glück
  • Entwicklung bzw. Weiterentwicklung des eigenen Selbstwertes
  • Wissen, was ich will und dies auch tatkräftig umsetzen
  • Erfüllte Sexualität und Partnerschaft
  • Freiheit von einengenden gesellschaftlichen Normen
  • Ausgewogenheit zwischen Denken und Gefühl