Einzelsitzung

Oft leben wir ein Leben, das bestimmt wird von Vergangenheit, Zukunft und unbewussten gesellschaftlichen Zwängen. Wir verlieren uns im Kampf, es allen recht zu machen, gut da zu stehen und erfolgreich sein zu müssen. Selbst wenn wir erfolgreich sind, stellt sich keine wirkliche Befriedigung ein. Entsprechen wir nicht den Erwartungen, haben wir es nicht „geschafft“, bleibt das Gefühl einfach nicht gut genug zu sein und wir beginnen zu resignieren oder uns noch mehr anzustrengen. An dieses Leben gewöhnen wir uns dann, wenn gleich wir mehr oder weniger schmerzlich wahrnehmen, dass etwas nicht stimmt, etwas Wesentliches fehlt.

Doch wie kann ich herausfinden, was für mein Leben wesentlich ist ? Gibt es etwas Beständiges, Fortdauerndes jenseits des Denkens ?

Lösen sich durch die SKAN-Körpertherapie Spannungen, muskuläre Verdichtungen über einen intensiven Atemprozess, beginnt eine andere Wahrnehmung für sich selbst und der Blick auf die Welt verändert sich. Ist das „ich“ gestärkt durch die Therapie, kann ich beginnen über den eigenen Tellerrand hinauszusehen, mich dem Wesentlichen zuwenden und herausfinden, was ich durch meine Anwesenheit ins Leben bringen will. Fixe Gedankenmuster oder die immer gleichen Gefühlsblasen beginnen sich aufzulösen und ein Leben aus sich selbst heraus beginnt. Es stellt sich eine Daseinsberechtigung ein, eine Kraft und Nähe zum Leben, die mich herausholt aus dem „getrennt sein“ und hineinwachsen lässt in eine Verbundenheit mit dem Leben, das gerade jetzt statt findet.

Ablauf einer Sitzung

In einer SKAN-Session liegt der Klient nach einem klärendem Gespräch auf einer Matratze, die Beine sind aufgestellt und der Therapeut sitzt auf einem Meditationskissen daneben. Der Klient beginnt dann „verbunden“ zu atmen, d. h. er atmet tiefer als sonst ein und über den Mund aus und ohne die Pause – deswegen der Name verbundenes Atmen – wieder ein. Es wird über den Atem mehr Energie, sprich mehr Ladung, Spannung im Körper aufgebaut.

Der Therapeut unterstützt diesen Vorgang, indem er sich vegetativ identifiziert, d. h. sich auf einer tiefen Ebene auf den Klienten einschwingt und Spannungszustände des Klienten wahrnimmt und auf diese mit unterschiedlichen Interventionen (Berührung, Massage, Anregung zum Tönen beim Ausatmen) reagiert. Wichtig ist bei allen Interventionen, dass diese im Rahmen einer tragfähigen vertrauensvollen Beziehung geschehen.

Löst sich körperliche Spannung im Rahmen dieses Settings tritt eine tiefe vegetative Entspannung ein. Ein abschließendes integrierendes Gespräch beendet die Sitzung.